Der Posaunenchor des CVJM Niederndorf wird 100 Jahre alt!

                                  1911  -   2011

Die Bläserinnen und Bläser aus Freudenberg - Niederndorf dürfen sich einreihen in die große Zahl derer, die sich in den vergangenen 100 Jahren dieser immer wieder freudens- und segensreichen Gemeindearbeit gewidmet haben. Viele Menschen aus Niederndorf brachten sich in der Vergangenheit, ihren Begabungen entsprechend, in diesen Posaunenchor ein.
        

v.links: Kathrin Langenbach, Monika Uebach, Jutta Müller-Späth, David Niwar, Tabea Braukmann, Heiner Müller-Späth, Dieter Langenbach, Dieter Niewar, Erich Jung, Rainer Klappert, Ute Klappert, Karl-Heinrich Bender, Ute Schmidt, Gerhard Schmidt (Chorleiter)


Berichte zum Jubiläum:

27.04.2011    freudenberg-online

12.09.2011    freudenberg-online

13.09.2011    Siegener Zeitung

18.09.2011    Siegerland Kurier

 

 

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Veranstaltungen im Jubiläumsjahr - 2011:

14. Mai                         Konzert in Oberfischbach, ev. ref. Johanneskirche

                                      mit Bundesposaunenwart Klaus-Peter Diehl

16. - 26. August           Teilnahme an der Gemeindefreizeit in Ralligen / Schweiz

10. + 11. September  Jahresfest und Jubiläumsabend mit Pastor Dieter Hofmann,

                                      Vorsitzender des Posaunenverbandes Siegerland

 

Begonnen hat alles am 11. Juni 1911 mit der Gründungsversammlung und dem Beschluss zum Ankauf von 18 (!) neuen Instrumenten. Schon 1913 nahm der Chor zum ersten Mal an einem Kreisposaunenfest teil, dass damals „Auf dem Rödgen" stattfand. Zwei Weltkriege brachten auch für den Niederndorfer Chor traurige und schmerzhafte Einschnitte. Viele kamen nicht mehr zurück. Doch die Arbeit wurde nie ganz eingestellt.

Vom Gründungsjahr bis Ende des 2. Weltkrieges hatten vier Dirigenten das Leitungsamt inne. Das waren Eduard Bottenberg, Heinrich Bäumer, Willi Achenbach und Otto Achenbach. 1947 übernahm Heinrich Bäumer wieder die Chorleitung. Mit ihm und den Nachfolgern Ewald Groos und Karl Heinrich Bender begann eine Zeit der intensiven „Nachwuchsarbeit". Insbesondere unter der Leitung von Karl Heinrich Bender (1965 – 1986) verjüngte sich der Chor stark. Gleichzeitig begann damit auch eine mutige und engagierte Beschäftigung mit moderner Bläserliteratur, ohne das „Alte" über Bord zu werfen.

Die 60er und 70er Jahre brachten viele junge, begeisterte Bläser hervor, die sich ihrerseits wieder um Bläsernachwuchs kümmerten und nicht zuletzt auch darum, dass von nun an Mädchen ganz selbstverständlich zu den Jungbläsergruppen gehörten. Die Begeisterung war groß, was sich auch in zahlreichen Besuchen von Bläserlehrgängen des Siegerländer Posaunenverbandes und des CVJM – Westbundes niederschlug.

Aus dem Kreis dieser Bläserinnen und Bläsern konnte dann auch im Januar 1987 Gerhard Schmidt als Nachfolger von Karl Heinrich Bender berufen werden.

Musikalisch hat der Posaunenchor sein hohes Niveau und seine bläserliterarische Vielseitigkeit durch seine probier- und musizierfreudigen Chormitglieder bis heute bewahren und ausbauen können. Gleichzeitig wurden die musikalischen Wurzeln nicht vergessen.

Die Nachwuchsarbeit ist in den vergangen 10 bis 15 Jahren in Niederndorf leider immer problematischer geworden, was sich natürlich mittlerweile im Altersdurchschnitt und in der Chorstärke bemerkbar macht, und auch dadurch, dass der Chorleiter „seinen Bass" wieder tatkräftig unterstützt. Im Jahre 1911 startete der Chor mit 18 Bläsern. Heute sind es 13 Frauen und Männer und eine Nachwuchsbläserin.


Der Posaunenchor ist im Laufe eines Jahres an vielen Orten innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde präsent. So zum Beispiel in Gottesdiensten, Bibelstunden, Evangelisationen, auf Jahresfestlichkeiten, Altengeburtstagen, Krankenhausdiensten und Festen innerhalb der Dorfgemeinschaft.

   

     
CHORSTUNDE
    

Die Chorstunde findet Montags von 20.00 - 21.30 Uhr im Vereinshaus statt.
     
GESCHICHTE
Gegründet: 11. Juni 1911
Chorleiter:
Eduard Bottenberg 1911-1922
Heinrich Bäumer 1922-1931
Willi Achenbach 1931-1945
Otto Achenbach 1945-1947
Heinrich Bäumer 1947-1952
Ewald Groos 1952-1965
Karl Heinrich Bender 1965-1987
Gerhard Schmidt seit 1987
Die eigentliche Berufung zum Gebrauch von Blasinstrumenten gründet sich auf alttestamentliche Aussagen in der Bibel, nach denen z.B. Trompeten nur von Priestern gespielt werden durften. Das Blasen von Trompete und Horn galt für das Volk Israel als ein Zeichen für göttliche Gegenwart. Auch der Bläserstand des Mittelalters und des Barock wurde stark von der biblischen Sicht des Blasens geprägt. Im Mittelalter waren die Bläsergruppen durch die Zünfte streng geordnet. Viele Bläsermusiken der Renaisance und des Barock zählen auch heute noch zur Standardliteratur der Posaunenchöre.
Nach der französischen Revolution im Jahre 1789 zerfielen die Bläserzünfte. Die Posaunenchöre der heutigen Form entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ihre Entstehungsgeschichte ist eng mit der Erweckungsbewegung im Ravensburger- und Siegerland verbunden. Der erste Posaunenchor im Siegerland wurde 1879 in Weidenau gegründet. Die bereits zu dieser Zeit im Siegerland bestehenden Jünglingsvereine waren die Entstehungszellen der Posaunenchöre. So waren es auch in Niederndorf Männer des Jünglingsvereins, die auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 11. Juni 1911 beschlossen, einen Posaunenchor zu gründen.
Den Erwerb der ersten Instrumente und Noten finanzierte der Jünglingsverein aus der Kasse. Auch die Mitgliedsbeiträge wurden für eine bestimmte Zeit erhöht. Die ersten 18 Instrumente wurden bei der Firma August Clemens Glier in Markneukirchen (Sachsen) bestellt. Es war für die ersten Chormitglieder ein großes Erlebnis, als die neuen Instrumente durch den ersten Dirigenten des Chores, Eduard Bottenberg, vor der Schmiede des Schmiedemeisters und Präses des Jünglingsvereins, Jakob Wirth, an die zukünftigen Bläser verteilt wurden.
An Notenmaterial wurden nacheinander die Kuhlo-Bände I bis IV sowie die "Lange Mappe" und das Buch "Siegerländer Marschlieder" angeschafft. Später kamen Musikstücke vom Verlag Emil Ruh und Jakob Hoff dazu.

Im Jahre 1913 nahm der junge Chor schon am Posaunenfest "Auf dem Rödgen" teil. Der Chor spielte nun auch bei allen festlichen Anlässen des Jünglingsvereins und der Gemeinschaft. Während der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges kam die Posaunenchorarbeit fast völlig zum erliegen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie durch intensive Ausbildung von Jungbläsern wieder aktiviert. In den Jahren 1927, 1936 und 1959 fanden in Niederndorf Kreisposaunenfeste statt.
DIE CD
Der Vorschlag einiger langjähriger Chormitglieder, die fast in Vergessenheit geratene Musik der Gründerjahre des Posaunenchores für eine CD einzuspielen, stellte den Chor vor eine große Herausforderung.

Ausgesucht wurden Musikstücke aus der sogenannten "Langen Mappe", einer handgeschriebenen Notenausgabe von Heinrich Klein, und vier- bis achtstimmige Sätze von den Musikverlagen E. Ruh, Zürich und Clemens Glier, Markneukirchen. In vielen Übungsstunden wurde das zum Teil ungewohnte Liedgut eingeübt. Im Mai 2000 war es dann soweit: Für die Aufnahmen konnte Helmut Jost gewonnen werden, den Aufnahmeraum stellte Andree Schmidt in seiner Musikfabrik in Freudenberg zur Verfügung.

Herausgekommen ist eine CD mit ansprechenden Musikstücken. Die mühevolle Arbeit des Einübens und der Aufnahmen hat sich gelohnt. Die erste Auflage von über 300 Stück ist vergriffen. Inzwischen befindet sich die zweite Auflage im Verkauf. Die CD " Gruß an die Posaunenchöre " kann zu einem Preis von 10,- EUR erworben werden bei
Gerhard Schmidt, Im Garten 9, 57258 Freudenberg,
Tel. 02734-60645
NACHWUCHSSCHULUNG
Der Bestand und die Weiterentwicklung des Posaunenchores ist, damals wie heute, nur durch eine intensive Nachwuchsarbeit möglich. Deshalb bietet der Posaunenchor aus Niederndorf kostenlose Instrumentenkurse für Blechbläseranfänger an !
Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene haben die Möglichkeit teilzunehmen und ein Blechblasinstrument, unter Anleitung von kompetenten Ausbildern aus unserem Chor, zu erlernen. In solch einem Kurs lernt man nicht nur ein Instrument spielen, Noten und was sonst zum gemeinsamen Musizieren dazugehört - nein, auch der gesellig - soziale Aspekt findet große Berücksichtigung. Aufeinander hören, gemeinsam etwas unternehmen und mit einem Ziel vor Augen: Möglichst bald mit den anderen im Posaunenchor sein und tolle Musik machen für Jung und Alt und natürlich auch zur eigenen Freude.
- Die Instrumente werden vom Posaunenchor gestellt !
- Tag und Uhrzeit der Kurse werden nach Absprache festgelegt !
- Auch Einzelunterricht ist möglich !

Übrigens: Interessierte können gerne einmal bei einer Posaunenchorprobe zuhören und dabei natürlich auch anstehende Fragen stellen ! (Probe, montags, 20.00 - 21.30 Uhr, im Vereinshaus der ev. Gemeinschaft).

Durch den CVJM gibt es darüber hinaus ein reichhaltiges Angebot, erlangte Fähigkeiten durch Bläserlehrgänge und Workshops auszubauen. Die musikalischen Entfaltungsmöglichkeiten werden im Posaunenchor durch eine große Vielfalt von Musikrichtungen (von Traditionellem, Klassischem über Modernem bis Swing und Pop) garantiert. Dies verbinden wir mit einer guten Gemeinschaft und dem gemeinsamen Ziel die christliche Botschaft in unserer einzigartigen Weise zu verbreiten.

DER POSAUNENCHOR NIEDERNDORF IM JAHR 2000
Obere Reihe v.l.n.r.:
Henrik Uebach, Dieter Langenbach, David Niwar, Gerhard Schmidt, Norbert Uebach, Anja Grümbel.
Mittlere Reihe v.l.n.r.:
Jochen Jung, Jutta Müller-Späth, Alwin Herwig, Erich Jung, Dieter Niwar, Roland Platt, Ute Schmidt, Monika Uebach, Karl Heinrich Bender, Herbert Kray
Untere Reihe v.l.n.r.:
Heiner Müller-Späth, Friedhelm Schmidt, Rainer Klappert, Uwe Giebeler, Katrin Langenbach, Carsten Achenbach

DER POSAUNENCHOR NIEDERNDORF 1961

Obere Reihe v.l.n.r.:Hilmar Jung, Hans Dieter Schreiber, Gerhard Uebach, Günter Groos, Winfried Langenbach, Bernd Reineck, Herbert Kray, Ewald Groos, Ernst Winkel, Gottfried Fries, Kurt Müller, Karl-Heinrich Bender, Erwin Uebach, Erich Jung
Mittlere Reihe v.l.n.r.:Günter Runkel, Otto Klein, Karl Heinz Wüst, Karl Heinz Schneider, Burghard Fries, Norbert Fischbach
Untere Reihe v.l.n.r.:Günter Struck, Rainer Winkel, Dieter Langenbach, Klaus Grümbel, Otto Groos, Horst Grümbel